Kurzinfo zur Gemeinde

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Historische Begründung des Wappens:

In der Gemeinde Vaale wurden 1884 zwei Hünengräber entdeckt. Bei der Öffnung wurden die Gegenstände gefunden, die im Wappen dargestellt sind und Beweis einer früheren Besiedelung dieses Gebietes sind. Die Gegenstände im Wappen symbolisieren mit dem Beil die Arbeit, das Waldroden und das Hausbauen, mit dem Schwert die Verteidigung des geschaffenen Besitzes und mit der Urne das Gefäß, in dem die Vorräte gesammelt wurden, aber auch die „letzte“ Asche aufbewahrt wurde.

Geschichtliches:

Zahlreiche Funde aus der Stein- und Bronzezeit, insbesondere neun gut erhaltene Hügelgräber, bezeugen, dass Vaale schon früh besiedelt war. Besonders sehenswert ist die aus 14 Findlingen errichtete Grabkammer „Rugenbarg II“.

Vaale zählt zu den Urdörfern Holsteins. Urkundlich wird es 1247 zum ersten Mal erwähnt. Die als „Ol Dörp“ bezeichnete Flur weist auf eine alte Siedlung hin, die wahrscheinlich beim Einfall der Wenden um 900 bis 1000 n. Chr. zerstört wurde und nach 1100 neu um den Dorfteich entstand. Heute ist dieser Teil des Dorfes im und am Straßendreieck Hautpstraße/Norderstraße/Bollweg der älteste. 1540 hatte Vaale 9 Hufner (auch Bauern genannt) und 1780 standen in Vaale 13 Häuser. Nur langsam stieg die Einwohnerzahl. Von 1950 an gab die Gemeinde vielen Bauwilligen, vor allem den Heimatvertriebenen, die Möglichkeit, sich in Vaale ein Eigenheim zu schaffen. In gewissen Zeitabständen entstanden um das alte Dorf geschlossene Neubaugebiete.

Um 1950 hatte Vaale 40 landwirtschaftliche Betriebe. Heute werden die fast gleichen Acker-, Weide- und Wiesenflächen von 9 Betrieben – zzgl. einer Baumschule – bewirtschaftet. Vaale ist weiterhin ein landwirtschaftlich geprägter Ort geblieben aber auch ein Ort mit guter Wohnqualität. Dieses zeigen die immer wieder neu entstehenden Wohnbaubebiete.

Verkehr und Mobilität:

Der ÖPNV (Öffentlicher-Personen-Nah-Verkehr) sorgt für eine gute Erreichbarkeit  von und nach Itzehoe (Kreisstadt).

Die Gemeinde Vaale betreibt z.Z. große Anstrengungen den ehemaligen Bahnhaltepunkt an der Bahnstrecke Hamburg-Westerland, an der sich Vaale befindet, zu reaktivieren. Über dieses Projekt wurden bereits mehrere konstruktive  Gespräche mit Vertretern der Landesregierung und den Vertretern des W:O:A (Wacken Open Air) geführt.

Naturrraum/Landschaft:

Das Rückgrat der vielseitigen Vaaler Landschaft stellt der östliche Moränenzug mit den beiden parallelen Hügelketten Blocksberg-Heidberg und Rugenberg-Jägerberg mit Höhen zwischen 30 und 50 m dar. Deutlich zeigen sie, dass die Gletscher der vorletzten Eiszeit aus nordöstlicher Richtung über unser Land schoben, die sich südwestlich anschließenden Geestflächen bilden eine nach Westen geneigte Sandfläche. Etwa ein Drittel der Vaaler Gemarkung besteht aus Mooren und feuchten Niederungen, die den sandigen Teil der Feldmark, der einer Halbinsel gleicht, im Süden und Westen umlagern.

Entwicklung der Gemeinde Vaale:

Bis zum 31.03.1970 war Vaale das zweitgrößte Dorf in dem bis dahin zum Kreis Rendsburg zählenden Amtsbezirk Wacken. Seit dem 01.04.1970 ist es der drittgrößte Ort zu den heute 22 Gemeinden umfassenden und zum Kreis Steinburg gehörenden Amtsbezirk Schenefeld mit den Zentralorten Wacken und Schenefeld. Wacken ist für Vaale Kirchspiel- und Zentralort mit einer Regionalschule, Supermarktangeboten und medizinischer Grundversorgung. In einem Teil der ehemaligen Vaaler Dorfgemeinschaftsschule, jetzt Gemeindezentrum (Dorfgemeinschaftshaus), besuchen die Kinder aus Vaale, Nutteln und Vaalermoor sowie aus einigen anderen umliegenden Orten den in der Trägerschaft der Gemeinde Vaale  befindlichen kommunalen Kindergarten „Storchennest“.

Gemeindezentrum und Sportanlagen:

Auch ist das Gemeindezentrum die Begegnungs- und Übungsstätte vieler Vaaler Vereine und in dem großzügigen Festsaal (ehemalige Pausenhalle) finden z.B.  Kinder- und Faschingsfeste, die Modellbahnausstellung sowie Theateraufführungen und das Erntefest statt. Das Gemeindezentrum mit den danebenliegenden zwei Sportplätzen ist ein unschätzbarer Gewinn für das kulturelle Leben Vaales.

Vaaler Erntedankfest mit großem Festumzug:

Ein besonderer kultureller Höhepunkt im Dorfleben ist das seit 1962 stattfindende Vaaler Erntedankfest mit dem großen Festumzug durch den Ort. Buntgeschmückte Erntewagen, Trecker und andere Fahrzeuge sowie Reiter mit ihren Pferden nehmen an diesem so wunderschönen Ernteumzug teil.

Ver- und Entsorgung:

Die Gemeinde Vaale wird vom Wasserverband „Unteres Störgebiet“ mit Sitz in Breitenburg bei Itzehoe mit Frischwasser versorgt.

Die Entsorgung des Schmutzwassers erfolgt über die gemeindeeigene Kläranlage.

Seit 2015 ist die Gemeinde Vaale an das Glasfasernetz angeschlossen, welches vom Zweckverband Breitbandversorgung Steinburg unterhalten und von den Stadtwerken Neumünster(SWN) betrieben wird. Die Strom- und Gasversorgung wird über das Versorgungsnetz der S-H Netz AG sichergestellt.

Gewerbe:

In Vaale findet man zahlreiche Handwerksbetrieb, Landwirte sowie eine Baustoffhandlung, einen Brunnenbaubetrieb (Erdwärme und Wasserversorgung), eine Baumschule und einen Pflanzenhof.

Seit 2012 besteht in der Gemeinde Vaale ein Gewerbegebiet, welches sich am östlichen Ortsrand und somit in unmittelbarer Nähe der Bahnlinie Hamburg-Westerland befindet. Dieses Gewerbegebiet wird von einigen Gewerbebetrieben, die sich zum Zwecke der Überplanung und Erschließung dieses Gebietes zusammengetan haben, betrieben bzw. vermarktet. Interessierte können sich in diesem Fall an die Zimmerei Hauke Hennschen in Vaale wenden.

Wappen

Woher kommt der Name "Vaale"

Einwohner

Fläche

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